Legionellenprüfung ist alle drei Jahre Pflicht

06 Legionelle 91860145 XSEs sind unscheinbare Bakterien und doch stehen sie immer wieder in den Schlagzeilen: die Rede ist von Legionellen, den gefährlichen Krankheitserregern, die sich am liebsten in warmem Wasser tummeln und mit dem Wassernebel beim Duschen eingeatmet werden. Seit 2013 ist ihnen der Kampf angesagt, denn seitdem schreibt die Trinkwasserverordnung einen Legionellentest im Abstand von drei Jahren vor.

Frist tickt für viele Objekte in diesem Jahr

Der 31. Dezember 2013 war der Stichtag für die erste Legionellenprüfung. Bis dahin mussten die Warmwasseranlagen auf Legionellen untersucht worden sein. Nun, drei Jahre später, steht der nächste Test an. Die Prüfpflicht gilt nicht nur für Großanlagen in Krankenhäusern oder öffentlichen Einrichtungen, sondern für alle Gebäude mit einer zentralen Warmwasserversorgung ab einem Volumen von 400 Litern. Damit unterliegen quasi alle Mehrfamilienhäuser der Prüfpflicht, bei denen das warme Wasser nicht dezentral zum Beispiel in Durchlauferhitzern erzeugt wird.

Ein Verstoß kann zum Strafverfahren werden

Gemäß Trinkwasserverordnung ist der Eigentümer für die Einhaltung der Prüfintervalle verantwortlich. Wird die Legionellenprüfung nicht fristgemäß durchgeführt oder nicht den Vorschriften gemäß dokumentiert, so ist dies zwar nur eine Ordnungswidrigkeit, die dennoch extrem teuer werden kann. Im Einzelfall kann das Bußgeld bis zu 50.000 Euro betragen.

Die Geldstraße ist vergleichsweise harmlos, wenn das Wasser tatsächlich mit Legionellen konterminiert ist und Infektionen der Mieter die Folge sind. Dann kann aus der Ordnungswidrigkeit eine Straftat werden, bei der die Staatsanwaltschaft ermittelt und Freiheitsstrafen drohen.

Mieter müssen über das Ergebnis informiert werden

Die Legionellenprüfung ist ein aufwendiges Verfahren, das nur zertifizierte Unternehmen durchführen dürfen. Die Kosten erreichen nicht selten einen vierstelligen Betrag, können aber im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umgelegt werden. „Der Gesetzgeber räumt den Mietern zudem das Recht ein, das Resultat der Legionellenprüfung zu erfahren, auch wenn es keine Beanstandungen gibt“ erläutert Stefan Gessner, der Geschäftsführer der KOCH Hausverwaltung. „Wir genügen dieser Informationspflicht in der Regel mit einem Aushang im Flur oder legen das Ergebnis der Betriebskostenabrechnung bei.“

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