Akuter Handlungsbedarf bei Elektro-Installationen?

01 Teaser VerteilerMieter sind treu und leben oft seit 20 Jahren und länger in ihrer Wohnung. So auch das ältere Ehepaar aus Bilk, das nach 35 Jahren in eine seniorengerechte Wohnung umgezogen ist. Die Einheit ist vorbildlich gepflegt, dennoch wird sie schwer zu vermieten sein, weil die Elektroinstallationen heutigen Anforderungen nicht genügen. Drei Steckdosen in der Küche, eine davon für den Kühlschrank, zwei Steckdosen im Wohnzimmer und Schmelzsicherungen in der Abstellkammer – für viele Mieter ein Graus. Die Frage ist nicht nur, welche Modernisierungen der Vermieter beauftragen will, sondern auch, was in Hinblick auf die Elektroinstallationen getan werden muss, um den gesetzlichen Regelungen zu genügen..

Die meisten Wohnungen stammen aus den 1960er und 1970er Jahren

01 Text Alter WohnungsbestandDüsseldorfer Immobilien sind in die Jahre gekommen. Etwa 80 Prozent, immerhin mehr als 250.000 Einheiten, stehen schon 40 Jahre und länger. Jede zweite Wohnung wurde in den Boom-Baujahren der 1960er und 1970er Jahre errichtet; mehr als 20 Prozent aller Wohnungen sind in der Vorkriegszeit entstanden. Elektroanlagen, die noch aus der Bauzeit stammen, genügen längst nicht mehr den Komfortanforderungen der Mieter, schlimmer noch, sie bleiben oft deutlich hinter heute geltenden Sicherheitsstandards zurück.

FI-Schalter schützen Leben

Aus sicherheitstechnischen Perspektiven ist das Badezimmer der kritische Bereich in der Wohnung, denn hier fließt Wasser im wahrsten Sinne auf engem Raum neben Strom führenden Leitungen. An diesem Punkt setzen viele Elektro- Modernisierungen an und sehen FI-Schutzschalter für die Absicherung des Badezimmers vor. Im Fall der Fälle bei einem technischen Defekt zum Beispiel beim Fön unterbricht der Stromfluss in Bruchteilen von Sekunden, um Schlimmes zu verhindern.

Schmelzsicherungen haben ausgedient

01 Text Sicherungen 108485493 XSFI-Schutzschalter sind nur ein Beispiel, welche Elektro-Installationen unter Sicherheitsaspekten auf den Prüfstand gehören. Auch die mehr als 100 Jahre alten Schmelz- oder Schraubsicherungen sind betroffen. Diese Sicherungen sind immer noch in einigen Wohnungen installiert, meist einfach auf eine Holzplatte geschraubt im Vorratsschrank oder einer Nische versteckt.

Diese Sicherungen sind nicht verboten, doch reichen sie einfach nicht mehr aus, um die Vielzahl der elektrischen Geräte abzusichern, die heute zum Wohnstandard gehören. Mikrowelle, Kaffeeautomat und Induktionsherd in der Küche, Fön im Bad, elektrischer Sessel und TV-System im Wohnzimmer verlangen hoch dimensionierte Sicherungsanlagen. Die wesentlich komfortableren Sicherungsautomaten haben sich daher durchgesetzt. Dazu gehört eine Unterverteilung, wie es fachmännisch heißt, aus Metall mit Tragschienen für die Montage der Automaten.

Im Einzelfall entscheiden

Michael Maslowski, Technischer Leiter im FairWalterTeam Düsseldorf, betreut Elektro-Modernisierungen. „Bei frei werdenden Wohnungen steht außer Frage, dass wir investieren. Wenn es aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, scheuen wir den Aufwand nicht, neue Leitungen zu verlegen, das heißt Wände aufstemmen, Leitung einziehen, verputzen und tapezieren.“

Nicht in jeder Wohnung ist eine Kernsanierung nötig. Für den Techniker stellt sich die Frage in jeder Wohnung neu, was in Hinblick auf technische Sicherheit zu tun ist. Michael Maslowski verlässt sich dabei auf das Urteil des Fachmanns. „Jede frei werdende Wohnung besuche ich gemeinsam mit unserem Elektromeister. Wir analysieren die technischen Gegebenheiten und besprechen, welche Maßnahmen erforderlich sind. Schon der E-Check, der bei Mieterwechsel vorgeschrieben ist, macht dieses Vorgehen nötig“ erläutert der erfahrene Techniker. Denn der Elektriker bestätigt mit dem E-Check, dass die Elektroinstallationen technisch einwandfrei sind.

In der frei gewordenen Drei-Zimmer-Wohnung in Bilk gab es insgesamt zehn Steckdosen, so viel wie heute allein in der Küche installiert werden. „Wir haben uns entschieden, nicht nur die Elektrik, sondern die gesamte Wohnung zu modernisieren“, so Maslowski weiter. „Allein die Elektroarbeiten haben 7.000 Euro gekostet. Rechnen wir Malerarbeiten, den neuen Fußboden und die Sanierung im Bad hinzu, betragen die Investitionen nahezu 35.000 Euro.“

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